Hilft Cannabis bei Depressionen?

Hilft Cannabis bei Depressionen?

Anhaltende depressive Episoden, Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit oder Schlafstörungen beeinträchtigen die Lebensqualität stark. Ob und in welchen Fällen medizinisches Cannabis bei langanhaltenden, mittelschweren Depressionen als unterstützende Option zu etablierten therapeutischen Optionen erwogen werden kann, ist Gegenstand aktueller medizinischer Diskussionen. Eine klare Antwort setzt jedoch einen realistischen Blick auf die Datenlage voraus, denn Cannabis ist kein Antidepressivum, kann im Einzelfall bei bestimmten Begleiterscheinungen jedoch eine Rolle spielen.

Alles zur aktuellen Studienlage und Cannabis als Therapieoption

Diese Seite zeigt dir den aktuellen Forschungsstand, erklärt die Wirkweise und gibt dir realistische Erwartungen – gestützt auf ein klinisches systematisches Review aus 2020, eine Metaanalyse, Beobachtungsstudien und regulatorische Quellen.

Was sagen die aktuellen Studien?

Kontrollierte klinische Studien zur Wirksamkeit von Cannabis als primäres Mittel bei Depressionen fehlen bisher weitgehend.1 Die aktuelle Datenlage beschränkt sich auf Beobachtungsstudien und präklinische Arbeiten. Diese konzentrieren sich vor allem auf Begleitsymptome wie Schlafstörungen, innere Unruhe und Angstzustände. Ein klinisches systematisches Review zeigt zwar erste positive Hinweise für CBD bei Ängsten, bewertet den Gesamtbefund jedoch als eingeschränkt.1

Die standardisierte Depressionsbehandlung stützt sich auf Psychotherapie und, bei mittelschwerem Verlauf, auf Antidepressiva wie SSRIs oder SNRIs.2 Medizinisches Cannabis kann höchstens eine unterstützende Rolle spielen, jedoch nicht als Ersatz für diese etablierten Therapien dienen.

Ob Cannabis für dich infrage kommt, entscheidet ein Arzt nach einer individuellen medizinischen Prüfung.

Wie könnte Cannabis bei Depressionen wirken?

Depression: Schweregrad und Therapieeignung

Depressive Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, verlaufen jedoch nicht bei jedem Menschen gleich. Neben den klassischen Verläufen oder saisonalen Depressionen (SAD) entscheidet vor allem der Schweregrad über die Behandlung. Während bei einer leichten Depression vor allem aktive Maßnahmen und eine Psychotherapie im Vordergrund stehen, kommen bei mittelschweren und schweren Verläufen meist Antidepressiva hinzu.2 Davon hängt auch ab, ob medizinisches Cannabis überhaupt sinnvoll sein kann.

Wichtig: Bei akuter Suizidalität oder psychotischen Symptomen ist eine umgehende psychiatrische Abklärung erforderlich. Diese Seite enthält ausschließlich Informationen zu cannabinoidhaltigen Arzneimitteln und ersetzt keine psychiatrische Notfallversorgung.

Die biologische Wirkung im Endocannabinoid-System

Die Wirkung von medizinischem Cannabis basiert auf dem körpereigenen Endocannabinoid-System (ECS). Dieses regulatorische Netzwerk besteht aus CB1- und CB2-Rezeptoren sowie den Botenstoffen Anandamid und 2-AG. Es beeinflusst unter anderem die Stimmung, die Stressreaktion und den Schlaf.

Daten aus Laboruntersuchungen deuten darauf hin, dass dieses System bei Depressionen im Ungleichgewicht ist. So zeigten Gewebeuntersuchungen nach dem Tod eine geringere Dichte an CB1-Rezeptoren im präfrontalen Kortex.3 Während klassische Antidepressiva meist am Botenstoff Serotonin ansetzen, ist klinisch noch nicht belegt, ob Cannabinoide diesen körpereigenen ECS-Mechanismus beim Menschen gezielt therapeutisch ansprechen können.

THC und CBD: Was ist der Unterschied bei Depressionen?

THC bei Depressionen

Tetrahydrocannabinol bindet direkt an die CB1-Rezeptoren. Es wird dahingehend untersucht, ob es kurzfristig stimmungsaufhellend wirken und den Schlaf sowie den Appetit verbessern kann. Allerdings zeigt eine Metaanalyse von Langzeitstudien auch ein Risiko, denn regelmäßiger Cannabiskonsum ist mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einer Depressionsdiagnose assoziiert.4 Die Ursächlichkeit ist nicht abschließend geklärt, da Menschen mit Depressionen ohnehin häufiger zu Cannabis greifen. Fest steht jedoch, dass ein unkontrollierter Konsum von hochdosiertem THC die Symptome verschlimmern kann.

CBD bei Depressionen

Das Cannabinoid CBD wirkt nicht psychoaktiv. In Labor- und Tierstudien zeigt CBD angstlösende Effekte und Wirkungen, die denen klassischer Antidepressiva ähneln, unter anderem über den 5-HT1A-Rezeptor und durch Hemmung des Anandamidabbaus.35 Obwohl klinische Belege für die Wirksamkeit bei Menschen noch begrenzt sind, werden antidepressive Effekte in der Forschung derzeit als Ansatz für den Einsatz von CBD bei Depressionen und Angststörungen untersucht.

Weitere Indikationen für medizinisches Cannabis findest du in unserer Übersicht der häufigsten Indikationen.

Cannabis bei Depressionen: Welche Symptome lassen sich damit ansprechen?

Da wissenschaftliche Belege dafür fehlen, dass Cannabinoide direkt bei Depressionen helfen, orientiert sich der Einsatz in der Praxis an den typischen Begleiterscheinungen. Für diese Bereiche liegt eine etwas bessere Datenlage vor:

  • Schlafstörungen: Ein- und Durchschlafprobleme treten bei Depressionen sehr häufig auf. Es wird untersucht, ob Cannabis das Einschlafen erleichtern und die Schlafdauer verlängern kann. Für die Anwendung am Abend eignen sich vor allem orale Darreichungsformen wie Extrakte oder Öle.
  • Innere Unruhe und Angstzustände: Viele Betroffene, die unter Depressionen leiden, stehen unter ständiger Anspannung. Die Wirkung von CBD wird in wissenschaftlichen Arbeiten unter anderem im Zusammenhang mit solchen Angstsymptomen untersucht. Ob und in welchem Umfang sich daraus ein klinischer Nutzen ergibt, muss individuell ärztlich beurteilt werden.5

Welcher Ansatz für dich sinnvoll ist, prüft dein Arzt anhand deiner Gesamtsituation.

Welche Cannabissorte bei Depressionen?

Da keine wissenschaftlich belegten Leitlinien für spezifische Cannabissorten bei Depressionen vorliegen, existieren keine pauschalen Empfehlungen für bestimmte Pflanzensorten. In klinischen und präklinischen Untersuchungen zu typischen Begleiterscheinungen werden primär die unterschiedlichen Verhältnisse der Hauptwirkstoffe THC und CBD analysiert:

  • THC-dominante Präparate: Werden in der Fachliteratur vorrangig im Kontext von Schlafstörungen thematisiert. Aufgrund des bekannten Risikos, bei entsprechender Veranlagung Angstzustände oder Unruhe zu verstärken, wird der Einsatz im Zusammenhang mit emotionaler Anspannung in der Forschung kritisch evaluiert.
  • Ausgewogene Profile: Stehen im Fokus von Untersuchungen zu Begleitsymptomen, da CBD modulierend auf die psychoaktiven Eigenschaften von THC wirken kann.
  • CBD-dominante Produkte: Rufen keinen Rauschzustand hervor und werden in präklinischen Arbeiten bezüglich möglicher angstlösender Eigenschaften ausgewertet.35

Ob und in welcher Zusammensetzung eine Verordnung von Cannabinoiden als unterstützende Maßnahme medizinisch vertretbar ist, entscheidet ausschließlich die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt im Rahmen einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung.

Cannabis bei Depressionen vs. Antidepressiva

SSRIs und SNRIs

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (wie Escitalopram, Sertralin oder Paroxetin) und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (wie Venlafaxin und Duloxetin) gelten als Medikamente der ersten Wahl bei mittelschweren bis schweren Depressionen.2 Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören anfängliche Übelkeit, Schlafstörungen und sexuelle Funktionsstörungen.

MAO-Hemmer

Wirkstoffe wie Tranylcypromin gehören zu den älteren Antidepressiva und zeichnen sich durch ein hochkomplexes, strenges Wechselwirkungsprofil aus. Das Risiko unvorhersehbarer und potenziell gefährlicher pharmakologischer Interaktionen mit Cannabinoiden ist klinisch unzureichend erforscht. Eine zeitgleiche Anwendung ist daher grundsätzlich kontraindiziert und stellt ein Ausschlusskriterium für die Versorgung dar. Eine Behandlung kommt bei der Einnahme von MAO-Hemmern ohne explizite, individuelle Einzelfallentscheidung und Betreuung durch den behandelnden Facharzt nicht infrage.

Trizyklische Antidepressiva

Wirkstoffe wie Amitriptylin und Nortriptylin werden im Körper durch das Enzym CYP2D6 metabolisiert. Da die Forschung zeigt, dass CBD die Enzyme CYP2D6 und CYP3A4 hemmt, kann sich der Abbau dieser Antidepressiva verzögern.6 In der Folge kann die Plasmakonzentration im Blut steigen, was die Nebenwirkungen der Trizyklika verstärken kann. Eine gemeinsame Einnahme erfordert daher zwingend eine regelmäßige ärztliche Überwachung.

Was bedeutet Cannabis als Therapieoption für Patienten, die bereits Antidepressiva einnehmen?

Die potenziellen Wechselwirkungen zwischen Cannabinoiden und Antidepressiva sind von hoher klinischer Bedeutung. Da CBD die Leberenzyme CYP3A4 und CYP2D6 hemmt, kann sich der Abbau von Wirkstoffen wie Amitriptylin, Paroxetin und Escitalopram im Körper verzögern.6  

Falls du bereits Antidepressiva einnimmst, ist diese Information bei jeder medizinischen Beratung durch einen Arzt oder bei jeder Anamnese essenziell und zwingend anzugeben. Zudem gilt die dringende therapeutische Empfehlung: Setze deine verordneten Antidepressiva niemals eigenmächtig ab, um sie durch Cannabis zu ersetzen. Jeder Wechsel oder jede Ergänzung der Medikation muss eng mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.

Mehr zu allen Wechselwirkungen: Cannabis-Wechselwirkungen im Überblick.

Welche Nebenwirkungen können bei einer Cannabis-Therapie bei Depressionen auftreten?

Die Anwendung von medizinischem Cannabis ist nicht risikofrei und muss, insbesondere bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen, sorgfältig abgewogen werden.

Allgemeine Nebenwirkungen der Cannabinoide

Zu den häufigen Begleiterscheinungen gehören Schwindel, Mundtrockenheit und Müdigkeit. Höhere THC-Dosen können zudem akute Angstzustände, Herzrasen und vorübergehende Einschränkungen der kognitiven Leistungsfähigkeit auslösen. Bei langfristiger und regelmäßiger Anwendung besteht darüber hinaus das Risiko, eine psychische Abhängigkeit zu entwickeln.

Vollständiges Nebenwirkungsprofil: Cannabis-Nebenwirkungen im Überblick.

Wann eine Therapie mit Cannabis nicht geeignet ist (Kontraindikationen)

In bestimmten Lebenslagen oder bei spezifischen Vorerkrankungen ist eine Therapie mit medizinischem Cannabis grundsätzlich ausgeschlossen. Dazu gehören:

Cannabis ist nicht geeignet bei:

  • Schwere Depressionen, die von Suizidgedanken oder psychotischen Symptomen begleitet werden

  • Eine eigene oder familiäre Vorgeschichte von Psychosen oder Schizophrenie

  • Bipolare Störungen, sofern keine engmaschige psychiatrische Betreuung stattfindet

  • schweren Herzerkrankungen

  • Schwangerschaft und Stillzeit

  • Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

Insbesondere Präparate mit spürbarem THC-Gehalt können die Aufmerksamkeit, das kognitive Leistungsvermögen und die Reaktionsschnelligkeit herabsetzen. Dies hat direkte Auswirkungen auf das Bedienen von Maschinen, auf gefahrgeneigte Tätigkeiten im Alltag sowie auf die aktive Teilnahme am Straßenverkehr. Im Rahmen einer Therapie mit medizinischem Cannabis – insbesondere in der Einstellungsphase oder nach einer Dosisanpassung – ist eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit nicht auszuschließen. Die eigenverantwortliche Prüfung der individuellen Fahrtauglichkeit vor Fahrtantritt bleibt unverzichtbar.

Besondere Hinweise bei Depression

Regelmäßiger Hochdosis-THC-Konsum ist in Längsschnittstudien mit stärker ausgeprägten depressiven Symptomen assoziiert.

Eine Metaanalyse longitudinaler Studien zeigte erhöhte Odds für eine Depressionsdiagnose bei Cannabisnutzern.4 Auch wenn die Ursächlichkeit nicht abschließend geklärt ist und Wechselwirkungen in beide Richtungen denkbar sind, steht fest: Eine unkontrollierte Selbstmedikation birgt große Risiken. 

Cannabis ist kein Mittel bei akuten Krisen.

Medizinisches Cannabis ist kein Medikament für Notfälle. Bei akuter Suizidalität oder psychotischen Episoden ist Cannabis keinesfalls eine geeignete Behandlungsoption. Wende dich in diesen Situationen bitte sofort an die nächste psychiatrische Notaufnahme oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117.

Was kostet eine Cannabistherapie bei Depressionen?

Kassenleistung

Grundsätzlich besteht seit 2017 die gesetzliche Möglichkeit, dass die Krankenkassen die Kosten für medizinisches Cannabis übernehmen (§ 31 Abs. 6 SGB V).7 Dafür müssen Patienten gemeinsam mit ihrem Arzt einen individuellen Antrag einreichen, der medizinisch gut begründet und von der Kasse genehmigt sein muss. Bei der Diagnose einer Depression wird eine solche Übernahme allerdings nur selten bewilligt. Die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme werden individuell geprüft und richten sich unter anderem nach dem bisherigen Therapieverlauf.

Selbstzahlung

Kommt eine Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung nicht zustande, besteht die Möglichkeit einer Eigenfinanzierung. Der Prozess beginnt mit einer gebührenfreien medizinischen Vorprüfung der übermittelten Angaben. Ergibt die ärztliche Bewertung eine Indikation für die Begleittherapie, sichert eine Sicherheitsleistung (Kaution) die Bearbeitungskapazitäten ab; die Verordnung wird im Anschluss über ein Privatrezept ausgestellt. Die Kosten für das verschriebene Präparat variieren je nach Darreichungsform, Sorte sowie Wirkstoffgehalt und werden bei der versorgenden Apotheke separat beglichen.

So läuft die ärztliche Prüfung für die Therapie mit Cannabis bei Depressionen

Mit dem Inkrafttreten des Medizinal-Cannabisgesetzes (MedCanG) im April 2024 unterliegt medizinisches Cannabis nicht mehr den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes. Bei entsprechender medizinischer Indikation erfolgt die Verordnung nun im Rahmen eines regulären Privatrezepts. Die ärztliche Entscheidung beruht auf einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung unter Berücksichtigung des bisherigen Therapieverlaufs und möglicher Kontraindikationen.8 Der Prüfungsprozess gliedert sich in der Regel in drei Schritte.

Beschwerden einordnen

Im Rahmen der medizinischen Befragung (Anamnese) gibst du die genaue Art und den Schweregrad deiner depressiven Symptome an. Wichtig sind hierbei vor allem die Begleitsymptome wie Schlafstörungen, Angstzustände oder innere Unruhe, aber auch die Dauer der Beschwerden sowie Informationen über laufende Psychotherapien.

Vorbehandlungen prüfen

Eine Begleittherapie mit medizinischem Cannabis wird in der Regel erst dann erwogen, wenn etablierte leitliniengerechte Maßnahmen bei mittelschweren Verläufen – wie Psychotherapie oder Standardmedikamente – nicht den gewünschten Erfolg brachten oder Nebenwirkungen die Anwendung einschränken. Der Arzt bewertet im Rahmen der Anamnese, ob eine Indikation für eine unterstützende Verordnung besteht.

Welches Cannabis ist bei Depressionen das Richtige für dich?

Auf Basis der medizinischen Angaben prüft die Ärztin oder der Arzt, ob die Voraussetzungen für eine begleitende Cannabistherapie vorliegen und ob keine Kontraindikationen (wie eine schwere Depression oder eine Suchterkrankung) bestehen. Stellt der Arzt fest, dass eine Anwendung zur Symptomlinderung medizinisch vertretbar ist, wird das Rezept digital ausgestellt.

Cannabis bei Depressionen: Was Beobachtungsdaten zeigen

Da große klinische Studien fehlen, gewinnen strukturierte Erfahrungsberichte an Bedeutung. Eine Beobachtungsstudie von 2018, die auf selbstberichteten Daten aus Konsumprotokollen per App basiert, untersuchte den kurzzeitigen Einfluss von Cannabis auf depressive Symptome und Angstzustände.9 Da die Untersuchung ohne Kontrollgruppe durchgeführt wurde, ist die wissenschaftliche Aussagekraft jedoch begrenzt.

In Beobachtungsdaten wurden Veränderungen bei Schlaf und subjektivem Belastungserleben beschrieben, eine direkte antidepressive Wirkung im klassischen Sinne wird jedoch seltener dokumentiert. Das deckt sich mit der Datenlage, wonach Cannabis keinesfalls ein vollwertiger Ersatz für ein Antidepressivum ist.

Wichtig: Erfahrungsberichte aus Foren oder sozialen Medien sind kein Ersatz für eine medizinische Einschätzung. Ob Cannabis bei Depressionen für dich infrage kommt, beurteilt ein Arzt anhand deiner individuellen Krankengeschichte.

Studien & Quellen

Hier ist ein Überblick über die Studien, auf die sich diese Seite stützt:

StudieDesignTeilnehmerJahr
Sarris J et al.Systematic Reviewk. A.2020
Whiting PF et al.Meta-Analysis6.4622015
García-Gutiérrez MS et al.Narrative ReviewPräklinisch2020
Cuttler C et al.Observational (App-Daten)k. A.2018
Lev-Ran S et al.Meta-Analysis (longitudinal)k. A.2014

Die Evidenzlage für Depressionen als Primärindikation ist deutlich schwächer als bei Schmerz oder Schlaf. Der Schwerpunkt liegt auf Begleiterscheinungen wie Angst und Schlafstörungen, für die etwas bessere Hinweise vorliegen.

Quellen

  1. Sarris J, Sinclair J, Karamacoska D, Davidson M, Firth J (2020). Medicinal cannabis for psychiatric disorders: a clinically-focused systematic review. BMC Psychiatry. 20(1):24. PMID: 31948424. DOI: 10.1186/s12888-019-2409-8 2

  2. Leitliniengruppe Unipolare Depression (2022). S3-Leitlinie/NVL Unipolare Depression, 3. Auflage. AWMF Reg.-Nr. nvl-005. Verfügbar unter: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/nvl-005.html 2 3

  3. García-Gutiérrez MS, Navarrete F, Gasparyan A, Austrich-Olivares A, Sala F, Manzanares J (2020). Cannabidiol: A Potential New Alternative for the Treatment of Anxiety, Depression, and Psychotic Disorders. Biomolecules. 10(11):1575. PMID: 33333747. DOI: 10.3390/biom10111575 2 3

  4. Lev-Ran S, Roerecke M, Le Foll B, George TP, McKenzie K, Rehm J (2014). The association between cannabis use and depression: a systematic review and meta-analysis of longitudinal studies. Psychological Medicine. 44(4):797–810. PMID: 23795762. DOI: 10.1017/S0033291713001438 2

  5. Blessing EM, Steenkamp MM, Manzanares J, Marmar CR (2015). Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders. Neurotherapeutics. 12(4):825–836. PMID: 26341251. DOI: 10.1007/s13311-015-0387-1 2 3

  6. Khan R, Naveed S, Mian N, Fida A, Raafey MA, Aedma KK (2022). Contemplating cannabis? The complex relationship between cannabinoids and hepatic metabolism resulting in the potential for drug-drug interactions. Frontiers in Psychiatry. 13:1055481. PMC: 9871609. DOI: 10.3389/fpsyt.2022.1055481 2

  7. Bundesministerium für Gesundheit (2017). Gesetz „Cannabis als Medizin“ in Kraft getreten. 10.03.2017. Verfügbar unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/2017/maerz/cannabis-als-medizin-inkrafttreten

  8. Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG), in Kraft getreten am 01. April 2024. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/medcang

  9. Cuttler C, Spradlin A, McLaughlin RJ (2018). A naturalistic examination of the perceived effects of cannabis on negative affect. Journal of Affective Disorders. 235:198–205. PMID: 29660580. DOI: 10.1016/j.jad.2018.04.054

Häufig gestellte Fragen zu Cannabis bei Depressionen und Angststörungen

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