Chronische Rückenschmerzen stellen Betroffene und Behandelnde oft vor komplexe Herausforderungen. Wenn die etablierten therapeutischen Säulen wie Physiotherapie, physikalische Anwendungen oder klassische Schmerztherapie im Einzelfall angepasst werden müssen, ist eine Erweiterung des Behandlungsplans möglicherweise sinnvoll. Im Rahmen eines individuell angepassten Therapiekonzepts kann medizinisches Cannabis zur Behandlung von chronischen Rückenschmerzen eine Option sein, die von Ärzten sorgfältig geprüft wird.
Alles zur aktuellen Studienlage und Cannabis als Therapieoption
Chronische Schmerzen sind der häufigste Grund für die Verschreibung von medizinischem Cannabis in Deutschland. Laut der Begleiterhebung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) entfallen über 75 % aller Verschreibungen auf Patienten, deren Lebensqualität unter chronischen Schmerzen leidet.1 Um die Evidenzbasis zu stärken, untersuchen klinische Forschungen zunehmend den gezielten Einsatz von Cannabis bei chronischen Rückenschmerzen. Die weltweite Forschung zu Cannabis liefert hierzu fortlaufend neue Erkenntnisse, insbesondere für Schmerzen im unteren Rücken.
Im Jahr 2025 erschien die erste große randomisierte kontrollierte Phase-3-Studie (RCT) mit 820 Teilnehmern aus Deutschland und Österreich, die die Wirksamkeit von Cannabis, insbesondere bei chronischen Rückenschmerzen, untersuchte.2
Was sagen die aktuellen Studien?
Diese Seite stützt sich auf eine Phase-3-RCT aus 2025, eine Meta-Analyse mit 6.462 Teilnehmern, drei weitere systematische Reviews sowie Daten der BfArM-Begleiterhebung und auf das aktuelle Cannabisgesetz.
Die Phase-3-Studie lieferte Hinweise darauf, dass ein Vollspektrum-Extrakt die Schmerzintensität deutlicher reduzierte als ein Placebo.2 Die Gesamtevidenz wird als moderat eingestuft. Cannabis gilt nicht als Erstlinientherapie, sondern als Option, wenn etablierte Medikamente unzureichend wirken oder Unverträglichkeiten bestehen.34
Ob Cannabis für dich infrage kommt, entscheidet ein Arzt nach einer individuellen medizinischen Prüfung.
Wie könnte Cannabis bei Rückenschmerzen wirken?
Die pharmakologische Wirkung von Cannabis beruht auf der Interaktion zwischen pflanzlichen Wirkstoffen und dem menschlichen Nervensystem. Klinische Daten deuten darauf hin, dass Cannabis bei Rückenschmerzen helfen kann, indem es sowohl nozizeptive als auch neuropathische Reize moduliert.
Nozizeptive und neuropathische Rückenschmerzen
Bei Rückenschmerzen wird zwischen zwei Hauptformen unterschieden. Nozizeptiver Schmerz entsteht durch direkte Gewebereizung, wenn beispielsweise Verschleißerscheinungen oder Bandscheibenprobleme anhaltende Schmerzen im unteren Rückenbereich auslösen. Neuropathischer Schmerz hingegen resultiert aus der Reizung oder Kompression von Nerven, typischerweise bei einem Bandscheibenvorfall mit Ausstrahlung in das Bein (Ischias), der wiederum starke Ausstrahlungsschmerzen verursachen kann.
Die Wirksamkeit von Cannabis bei Schmerzen wird für beide Ausprägungen intensiv untersucht. 2
Mögliche Wirkweise beim Endocannabinoid-System (ECS)
Der menschliche Körper reguliert die Schmerzverarbeitung, Entzündungsreaktionen und den Muskeltonus über das Endocannabinoid-System, ein Netzwerk aus Rezeptoren und Botenstoffen, das hierbei eine zentrale Rolle einnimmt.
CB1-Rezeptoren befinden sich vor allem im Rückenmark und im Gehirn. Das Cannabinoid THC bindet an CB1-Rezeptoren und wird im Zusammenhang mit der Modulation von Schmerzsignalen untersucht.
CB2-Rezeptoren finden sich vor allem im Immungewebe und im peripheren Nervensystem. Hier kann CBD entzündliche Prozesse dämpfen.4
Systematische Reviews deuten darauf hin, dass Cannabinoide chronische Schmerzen über mehrere Mechanismen gleichzeitig beeinflussen. Ob bei Rückenschmerzen Cannabis eine schmerzlindernde Wirkung aufweist, wird in mehreren Untersuchungen erforscht.3
THC und CBD: unterschiedliche Wirkprofile
THC (Tetrahydrocannabinol) wird hinsichtlich möglicher schmerzlindernder, muskelentspannender und sedierender Wirkungen untersucht. Die in Studien beobachteten Effekte werden primär THC-haltigen Präparaten zugeschrieben. Der genaue Anteil der einzelnen Wirkstoffe an der Gesamtlinderung lässt sich jedoch noch nicht abschließend bestimmen.2
CBD (Cannabidiol) weist keine psychoaktive Wirkung auf und wirkt somit primär auf peripherer Ebene. Als Monotherapie reicht es bei der Behandlung chronischer Schmerzen jedoch häufig nicht aus. In einer Vergleichsstudie zeigte ein CBD-reicher Sublingualextrakt lediglich eine statistisch nicht signifikante Schmerzreduktion.5 Die Kombination beider Wirkstoffe in einem Vollspektrum-Extrakt deutet auf mögliche Effekte hin.2
Welche weiteren Erkrankungen mit medizinischem Cannabis behandelt werden, zeigt unsere Übersicht der häufigsten Indikationen.
Cannabis bei Rückenschmerzen: Dauertherapie oder Bedarfsmedikation?
Ein cannabinoidhaltiges Arzneimittel kommt meist dann zum Einsatz, wenn die Beschwerden länger als drei Monate anhalten. Genau dieses Szenario, also die Anwendung von Cannabis bei chronischen Rückenschmerzen, ist der statistisch häufigste Grund für eine therapiebegleitende Cannabinoid-Gabe.2 Bei der Frage, wie gut medizinisches Cannabis für Rückenschmerzen geeignet ist, werden in der Praxis zwei unterschiedliche Einsatzwege diskutiert.
Dauertherapie: Die kontinuierliche Einnahme von oralen Extrakten oder Ölen zielt auf eine langfristige Schmerzkontrolle ab. Daten aus der Phase-3-Studie zeigen, dass die Schmerzlinderung im Behandlungsverlauf zunehmen kann.2
Bedarfsmedikation: Das Inhalieren von vaporisiertem Cannabis dient dem Abfangen akuter Schmerzspitzen, da die Wirkung rasch einsetzt. Für diesen gezielten Einsatz von Präparaten auf der Basis von Cannabis bei Rückenschmerzen liegen weniger spezifische Studiendaten vor, weshalb das Konzept aus der allgemeinen Schmerztherapie abgeleitet wird.
In einer Beobachtungsstudie mit 24 Patienten wurde ein Zusammenhang zwischen der Anwendung cannabinoidhaltiger Arzneimittel und einer geringeren Opioidmedikation beschrieben.5
Welche Cannabissorte bei Rückenschmerzen?
Die medizinische Auswahl der Cannabissorte orientiert sich am Schmerztyp, an der Verträglichkeit von THC und am Behandlungsziel. Ob und welches Cannabis bei Rückenschmerzen eingenommen werden könnte, entscheidet immer der behandelnde Arzt. Hier ist eine allgemeine Orientierung auf Basis der verfügbaren Studien:
- THC-dominante Produkte: Diese Präparate sind am besten bei chronischen Rückenschmerzen untersucht worden. Die Phase-3-Studie mit einem definierten Vollspektrum-Extrakt lieferte hierbei die fundiertesten Daten.2
- Ausgewogene 1:1-Sorten (THC:CBD): Diese Kombination wird in der Fachliteratur unter anderem im Zusammenhang mit Schlafstörungen und weiteren Begleitbeschwerden beschrieben.
- CBD-dominierte Produkte: Für diese Form liegen derzeit die wenigsten klinischen Daten zu chronischen Rückenbeschwerden vor.5 Sie werden primär unterstützend eingesetzt, wenn eine ausgeprägte entzündliche Komponente vorliegt.
Welche Sorte konkret infrage kommt, legt der behandelnde Arzt individuell fest.
Cannabis bei Rückenschmerzen vs. Standardmedikamente
Die dauerhafte Gabe klassischer Präparate stößt bei anhaltenden Beschwerden häufig an klinische Grenzen. Aus diesem Grund wird der Einsatz von Cannabis bei starken Rückenschmerzen zunehmend als therapeutische Alternative oder Ergänzung herkömmlicher Medikamentenklassen untersucht.
NSAR (Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen)
NSAR sind die erste Wahl bei akutem Rückenschmerz und wirken schnell entzündungshemmend. Bei chronischem Einsatz sind Magenblutungen, kardiovaskuläre Risiken und Nierenschäden möglich und können die Langzeitanwendung einschränken. Cannabis wird für Patienten, die NSAR nicht dauerhaft vertragen, als potenzielle Alternative untersucht.2
Opioide
Opioide (Tramadol, Oxycodon) werden bei schwerem chronischem Rückenschmerz eingesetzt, weisen jedoch ein erhebliches Abhängigkeitspotenzial auf. Die Karst-Studie untersuchte cannabinoidhaltige Arzneimittel als mögliche Bestandteile langfristiger Schmerztherapiekonzepte.2 In der Vergleichsstudie wurde untersucht, ob Patienten ihren Opioidbedarf dadurch senken konnten.5
Muskelrelaxantien
Methocarbamol und Baclofen werden kurzfristig bei akuter Muskelverspannung eingesetzt. THC wird auch im Zusammenhang mit Muskeltonus und Muskelspannung via CB1-Rezeptoren im Zentralnervensystem ohne das Suchtpotenzial von Benzodiazepinen untersucht.
Antidepressiva und Antikonvulsiva beim neuropathischen Schmerzanteil
Bei ausstrahlenden Rückenschmerzen (Ischias, Bandscheibenvorfall) sind Duloxetin, Amitriptylin, Pregabalin und Gabapentin etablierte Medikationen. Bei dieser Schmerzform wird der mögliche Effekt von Cannabis untersucht.2
Was bedeutet das für Patienten, die bereits Medikamente einnehmen?
Cannabinoide können den Abbau anderer Arzneimittel beeinflussen. Bei gleichzeitiger Opioidtherapie ist daher eine ärztliche Überwachung erforderlich.
Laufende Therapien mit Opioiden, Antidepressiva oder Antikonvulsiva dürfen bei Beginn einer Cannabistherapie niemals eigenständig abgesetzt oder verändert werden.
Du erfährst mehr über die Einnahme von Cannabis und anderen Medikamenten in unserem Überblick über Cannabis-Wechselwirkungen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Allgemeine Nebenwirkungen
Die Phase-3-Studie dokumentiert das Nebenwirkungsprofil speziell für chronische Rückenschmerzen. In der Cannabis-Gruppe berichteten Patienten über unerwünschte Ereignisse wie Schwindel, Übelkeit, und Müdigkeit.2
Neben häufigen Begleiterscheinungen wie Müdigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit oder leichter Übelkeit können – insbesondere bei höheren THC-Dosierungen – vorübergehende Symptome wie Angstzustände, Herzrasen und Konzentrationsstörungen auftreten. Zudem besteht bei einer dauerhaften beziehungsweise regelmäßigen Anwendung das Risiko, eine psychische Abhängigkeit zu entwickeln. Eine systematische Übersichtsarbeit zu Langzeitdaten fasst das Gesamtvorkommen unerwünschter Ereignisse und Nebenwirkungen zusammen.6
Cannabis ist nicht geeignet bei:
- Schwangerschaft und Stillzeit
- eigenen oder familiären Vorgeschichten von Psychose oder Schizophrenie
- schweren Herzerkrankungen
- Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
- aktiver Cannabisabhängigkeit
Insbesondere THC-haltige Präparate können das Reaktionsvermögen, die Aufmerksamkeit sowie die kognitive Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Dies ist für die aktive Teilnahme am Straßenverkehr, das Bedienen von Maschinen sowie für sicherheitsrelevante Tätigkeiten im Alltag von zentraler Bedeutung. Unter dem Einfluss von medizinischem Cannabis bei der Behandlung von chronischen Schmerzen kann die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt sein.
Unterschiede je Darreichungsform
Bei der Inhalation besteht das Risiko von Atemwegsreizungen sowie einer ungewollten Überdosierung, wenn der verzögerte Wirkungseintritt Patienten zu einer verfrühten zweiten Dosis verleitet. Die Anwendung von Mundsprays kann wiederum lokale Schleimhautreizungen auslösen, weshalb die Applikationsstelle regelmäßig gewechselt werden sollte.
Besondere Warnung: Opioid-Wechselwirkung
Bei gleichzeitiger Opioidtherapie kann CBD durch Hemmung des Enzyms CYP3A4 die Blutspiegel der Opioide erhöhen. Dies bietet zwar die therapeutische Möglichkeit einer Dosisreduktion, birgt ohne ärztliche Überwachung jedoch das Risiko einer Atemdepression.
Patienten dürfen die Opioiddosis niemals eigenständig reduzieren.
Ein vollständiges Nebenwirkungsprofil findest du auf unserer Übersichtsseite zu Cannabis-Nebenwirkungen.
Was kostet eine Cannabistherapie bei Rückenschmerzen?
Kassenleistung
Eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung ist nach § 31 Abs. 6 SGB V möglich, wird bei chronischen Rückenschmerzen jedoch selten bewilligt. Die Krankenkassen verlangen in der Regel den Nachweis, dass alle Standardtherapien vollständig ausgeschöpft wurden oder unzumutbare Nebenwirkungen verursacht haben. Dein behandelnder Arzt kann das entsprechende Antragsverfahren einleiten.7
Selbstzahlung
Erfolgt keine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse, kann die Behandlung auf eigene Kosten durchgeführt werden. Das Verfahren beginnt mit einer unverbindlichen medizinischen Ersteinschätzung. Wird eine Therapieeignung festgestellt, erfolgt die Reservierung der Behandlungskapazitäten durch eine Sicherheitsleistung (Kaution). Die Verordnung selbst erfolgt im Anschluss per Privatrezept. Die Ausgaben für das jeweilige Präparat richten sich nach Sorte, Dosierung und Hersteller und werden direkt mit der abgebenden Apotheke beglichen.
So läuft die ärztliche Prüfung für die Therapie mit Cannabis bei Rückenschmerzen
Seit dem Inkrafttreten des Medizinal-Cannabisgesetzes (MedCanG) im April 2024 ist medizinisches Cannabis nicht mehr als Betäubungsmittel eingestuft. Ärzte können es bei medizinischer Indikation auf einem normalen Privatrezept verordnen, sofern dies fachlich vertretbar ist.7
Beschwerden einordnen
Die klinische Grundlage für die ärztliche Entscheidung bildet ein strukturierter Anamnesebogen. Hierbei werden Schmerzintensität, Dauer und die genaue Lokalisation der Beschwerden erfasst. Auch potenzielle Ausstrahlungen, die auf einen neuropathischen Schmerzanteil hinweisen, sowie bisherige Therapieversuche und die aktuelle Medikation werden erhoben.
Vorbehandlungen prüfen
Eine Behandlung mit medizinischem Cannabis wird in der Regel dann in Betracht gezogen, wenn etablierte Therapiestandards nicht den gewünschten Erfolg brachten oder nicht verträglich waren. Bei chronischen Rückenschmerzen betrifft dies vor allem das klassische Stufenschema aus physikalischen Maßnahmen, Schmerzmedikation (wie NSAR oder schwachen Opioiden) sowie multimodalen Therapieansätzen. Der behandelnde Arzt prüft im Rahmen der individuellen Ersteinschätzung, ob die medizinischen Voraussetzungen – auch im Hinblick auf eine mögliche Kostenübernahme nach § 31 Abs. 6 SGB V – erfüllt sind.
Welches Cannabis ist bei Rückenschmerzen das Richtige für dich?
In wissenschaftlichen Erhebungen zu Rückenschmerzen wird der Einsatz unterschiedlicher Cannabinoid-Kombinationen sowie verschiedener Darreichungsformen – etwa Blüten zur Inhalation oder Extrakte zur oralen Einnahme – hinsichtlich Schmerzintensität und Begleitsymptomen untersucht. Ob eine entsprechende Cannabistherapie im Einzelfall medizinisch indiziert ist, entscheidet der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung des Schmerztyps und der individuellen Medikation. Im Fall einer Verordnung wird das Rezept digital ausgestellt.
Weitere Informationen zum allgemeinen Einsatz von Cannabis bei Schmerzen findest du in unserer Übersicht über medizinisches Cannabis bei chronischen Schmerzen.
Cannabis bei Rückenschmerzen: Versorgungsdaten aus Deutschland
Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in der Bevölkerung und sind zugleich eine häufige Indikation für den Einsatz von medizinischem Cannabis in Deutschland. Laut der Begleiterhebung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wurden über 75 % der rund 21.000 dokumentierten Behandlungen wegen chronischer Schmerzen initiiert.1
Ergebnisse aus der klinischen Praxis zeigen bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen und Bandscheibenerkrankungen unter einer THC-haltigen Inhalationstherapie positive Tendenzen.5 Die Daten der Phase-3-Studie deuten zudem darauf hin, dass diese therapeutische Wirkung im Rahmen einer Dauertherapie nicht abrupt eintritt.
Subjektive Berichte in Internetforen oder sozialen Medien bieten jedoch keine verlässliche Grundlage für medizinische Entscheidungen. Die Eignung von medizinischem Cannabis zur Behandlung von Rückenschmerzen muss in jedem Einzelfall individuell von einem Arzt geprüft und beurteilt werden.
Studien & Quellen
Die wissenschaftliche Datenlage zu diesem Thema hat sich durch die Veröffentlichung der ersten Phase-3-RCT speziell für chronische Rückenschmerzen im Jahr 2025 substanziell verbessert. Dennoch werden weitere Studien für direkte Vergleiche mit Standardtherapeutika wie NSAR oder Opioiden sowie für detaillierte Subgruppenanalysen benötigt, da umfassende randomisierte Daten hierzu weiterhin fehlen.
Die folgende Übersicht fasst die Kernstudien zusammen, auf denen die medizinischen Aussagen dieser Seite beruhen.
| Studie | Design | Teilnehmer | Jahr |
|---|---|---|---|
| Karst et al. | Phase-3-RCT, doppelblind, Deutschland/Österreich | 820 | 2025 |
| Whiting et al. | Meta-Analyse (79 Studien) | 6.462 | 2015 |
| Lee et al. | Systematisches Review (12 Studien) | k.A. | 2023 |
| Petzke et al. | SR von RCTs (15 Studien) | 1.619 | 2016 |
| Robinson et al. | Beobachtungsstudie | 24 | 2022 |
| Zeraatkar et al. | SR Langzeitnebenwirkungen | k.A. | 2022 |
Quellen
-
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) (2022). Begleiterhebung zu medizinischem Cannabis — Abschlussbericht. Pressemitteilung 05/2022. https://www.bfarm.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/pm05-2022.html ↩ ↩2
-
Karst M, Meissner W, Sator S, Keßler J, Schoder V, Häuser W (2025). Full-spectrum extract from Cannabis sativa [...] for chronic low back pain: a phase 3 randomized placebo-controlled trial. Nature Medicine. PMID: 41023483. DOI: 10.1038/s41591-025-03977-0 ↩ ↩2 ↩3 ↩4 ↩5 ↩6 ↩7 ↩8 ↩9 ↩10 ↩11 ↩12
-
Whiting PF et al. (2015). Cannabinoids for Medical Use: A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA. 313(24):2456–2473. PMID: 26103030. DOI: 10.1001/jama.2015.6358 ↩ ↩2
-
Lee C, Danielson EC, Beestrum M, Eurich DT, Knapp A, Jordan N (2023). Medical Cannabis and Its Efficacy/Effectiveness for the Treatment of Low-Back Pain: a Systematic Review. Curr Pain Headache Rep. PMID: 38041708. DOI: 10.1007/s11916-023-01189-0 ↩ ↩2
-
Robinson D, Ritter S, Yassin M (2022). Comparing Sublingual and Inhaled Cannabis Therapies for Low Back Pain: An Observational Open-Label Study. Rambam Maimonides Med J. PMID: 36394500. DOI: 10.5041/RMMJ.10485 ↩ ↩2 ↩3 ↩4 ↩5
-
Zeraatkar D et al. (2022). Long-term and serious harms of medical cannabis and cannabinoids for chronic pain: a systematic review of non-randomised studies. BMJ Open. PMID: 35926992. DOI: 10.1136/bmjopen-2021-054282 ↩
-
Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG), in Kraft getreten am 01. April 2024. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/medcang ↩ ↩2
